• Vanessa

Wie Reisen mich verändert hat

Aktualisiert: 3. Juli 2019

Reisen verändert. Es ist so und ich kennen niemanden, der intensiv reisen war, der das nicht so sieht.

Reisen verändert alles.

Deine Weltansicht, deine Prioritäten, deine Lebenseinstellung - es verändert vor allem dich. 


Es passiert zudem so unglaublich langsam, dass man es gar nicht merkt, aber so existenziell, dass man nicht mehr zudem zurück findet, was einen vorher glücklich gemacht hat. Man kann einfach nicht mehr dort weiter machen, wo man einmal aufgehört hat.


Das klingt jetzt negativ, aber glaube mir, eine Reise um die Welt ist der Weg zu dir selbst.


Diese Veränderung habe schon nach meiner ersten Langzeitreise festgestellt.

Ich habe gemerkt wie wichtig Zeit ist. Zeit für das zuhaben, was man gerne tut. Zeit so gestalten zu können, wie man es möchte.

Zeit zu haben und sie bewusst zu nutzen, ist Priorität eins geworden, seit meiner Langzeitreise.

Anderes wird so unwichtig, dass man eben kaum noch Spaß daran empfindet.

Einem Job nach zugehen, der nicht deine Leidenschaft ist- um gutes Geld zu verdienen um sich materielle Glückseligkeit zu erwerben - das erschien mir irgendwie sinnlos.


Letztendlich wirkt es für mich so, als würde ich meine Zeit verkaufen. Mir ist deutlich geworden, wie wichtig es ist einer Arbeit nachzugehen, die mir gefällt auch wenn es bedeutet weniger zu verdienen. Zudem nutze ich meine Freizeit effektiver. Ich nutze sie für Projekte, die ich gerne umsetzen möchte, für Freunde und Familie und Dinge, die mich erfüllen.


Vor meiner ersten Reise, war ich kurz vor dem Ende meines Studiums. Ich wollte danach im Marketing arbeiten und erfolgreich werden.

Dem ging ich tatsächlich nach, als ich wiederkehrte.

Tatsächlich fand ich einen Job im Marketing und zog dafür von Bremerhaven nach Frankfurt.

Schnell merkte ich, dass die Reise mich verändert hatte.

Ein neuer Job bedeutete vor allem auch Überstunden, viele Meetings und für mich vor allem Stress. Das gefiel mir überhaupt nicht. Plötzlich hatte ich kaum Freizeit, da ich mindestens 10 Stunden am Tag arbeitete. Sah meine Freunde kaum und Familie und vor allem Raphael kaum, da ich nun in Frankfurt wohnte. Ich pendelte an Wochenenden viel nach Hause und verbrachte meine Zeit letztendlich nur noch im Büro oder auf der Autobahn.

Meine Sichtweise auf Erfolg hatte sich verändert: Für mich bedeutet Erfolg plötzlich, wenn du von morgens bis abends wirklich das tun kannst, was du liebst...


Ich wollte nicht, dass mein Leben nur noch an Wochenenden stattfindet, für eine vermeintliche Karriere oder ein gutes Gehalt.


Tatsächlich hat sich auch meine Sicht und der Umgang mit Geld verändert.

Meine Priorität ist nicht mehr, so viel Geld zu verdienen wie irgends möglich, sondern genug Geld zu verdienen, um so zu leben, wie ich es mir wünsche.

Für einige mag das eng zusammen hängen mit "so viel Geld zu verdienen wie irgends möglich". Besonders durch die Reise, habe ich gelernt mit weniger Geld auszukommen und besonders habe ich gemerkt, was ich eigentlich wirklich brauche im Leben und das ist nicht viel!

Ich habe darüber nachgedacht, was mir wirklich wichtig ist und was ich eigentlich gar nicht brauche. So ist es mir möglich, mit weniger Geld im Monat zu leben und dennoch viel zu reisen. Vor allem ist es mir möglich, weniger zu arbeiten und die Zeit für die Dinge aufzuwenden, die ich gerne mache und mir wichtig sind.


Von einem guten Gehalt hätte ich mir vermutlich einen kleinen, schicken Stadtflitzer gekauft. Aber wozu? Brauche ich den? Nein.

Ich brauche ein Auto, das fährt und zuverlässig ist. Aber das tut es auch ein weitaus günstigeres Auto. Ich hätte es mir gekauft, weil ich das Geld dafür hätte und es halt alle so machen.


Regelmäßiges Essen gehen. Ist auch nicht mein Ding. Ab und zu mal Sushi essen gehen, mach ich gerne, es fehlt mir aber überhaupt nicht auswärts essen zu gehen.


Shoppen gehen. Natürlich kaufe ich mir auch ab und an neue Klamotten, aber weit aus weniger exzessiv, wie damals. Ich trage meine Klamotten viel länger und kaufe mir was, wenn ich es auch wirklich brauche und nicht die Xte Jeans, einfach so.


Durch das bewusstere konsumieren, ist mir einfach deutlich geworden, wie viel Dinge und Sachen ich vorher gekauft habe, ohne sie wirklich zu brauchen.


Meine Sicht hat sich verändert.

Heute denke ich: was wünsche ich mir, wie möchte ich leben und wie viel Geld brauche ich dafür?


Und nicht: Ich habe ein Gehalt von X und was kann ich mir davon leisten?


Ich möchte nie wieder an der Bahnhaltestelle stehen, auf dem Weg zu einem Job, den ich nicht mag und mein Leben nur noch von Freitag bis Sonntag leben.

Ich brauche nicht das große Geld. Ich möchte reich an Zeit sein.


Reisen öffnet einem die Augen in Bezug auf Konsum und Materialismus.



Ich habe gelernt, mehr im jetzt zu leben. Nicht nur den Blick in die Zukunft zu richten und auf eine Hochzeit, das eigene Haus oder meine Rente zu warten.


Zumal Haus und Hochzeit momentan nicht zu meinen Träumen gehört.

Ich möchte aber nicht bis zu Rente warten, bis ich die Europareise mit dem Camper mache oder Kanada und Alaska entdecke.

Ich möchte jetzt schon leben und jetzt schon glücklich sein.

Es fühlt sich an, als hätte ich auf der Reise gelernt, wie es funktioniert wonach alle suchen- glücklich sein.


Man möchte alle rütteln und aufwecken und sagen: Ich weiß wie man glücklich wird. Trau dich und geh auf Weltreise! Wobei es natürlich nicht jedermanns Wunsch ist.

Besonders geprägt hat mich: so tolerant man vielem gegenüber wird durch das Reisen, so intolerant wird man Menschen gegenüber, deren Lebensinhalt sich um Materialismus dreht. Man kann irgendwie nicht verstehen, warum ein neues Auto oder eine neue Marken-Handtasche einen so großen Stellenwert in dem Leben einiger Menschen hat.



Man fängt an, mehr über Materialismus nachzudenken.

Viele Menschen gehen Jobs nach, die sie nicht mögen oder gar hassen, die sie an ihre mentalen und körperlichen Grenzen bringen und kaufen sich Dinge, die sie im Prinzip nicht brauchen, anstatt dieses Geld in Momente zu investierst, die dir bis an dein Lebensende bleiben.


Das leben sollte aus Augenblicken und einzigartigen Momenten bestehen, an die dich noch ewig erinnerst.

Leider findet man das selten in Umfeldern, die geprägt von Karriere, Geld und Konsum sind.



Das klingt makaber, aber etwa so wird es dir auch ergehen. Wer einmal in den Genuss dieser unglaublichen Freiheit kommt, findet nur schwer wieder zurück in das Leben, das er vorher geführt hat... Aber das ist gut, ich denke durchs Reisen erkennt man, was einem im Leben wirklich wichtig ist und was einen wirklich glücklich macht und je eher man das versteht, desto besser ist es doch?


Ich habe auf der Reise ein viel größeres Umweltbewusstsein gewonnen.

Natürlich lag mir unsere Erde schon vorher am Herzen. Das Reisen hat mich aber mehr darüber nachdenken lassen.

Man sieht die Missstände mit eigenen Augen und denkt viel ernster über sein eigenes Verhalten nach.

Man durchstreift einen Regenwald und einem wird schmerzlich klar, dass dieser immer weiter schrumpft. Man sieht die Affen darin und will verhindern, dass diese Affen aussterben.

Man sieht das Absterben von Korallenriffen und den Müll in den Meeren und wird viel hellhöriger auf die Veränderungen, die stattfinden und möchte nicht, dass unsere wunderschöne Erde zu Grunde geht.



Es entspricht einfach der Wahrheit, der kürzeste Weg zu dir selbst führt einmal um die Welt.

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