Reisevorbereitungen Work & Travel Kanada

- Visum, Flug & Krankenversicherung

Einen ausgedehnten Roadtrip durch Kanada zu machen und sogar dort für eine gewisse Zeit Vollzeit im Camper zu leben war ein langgehegter Traum von uns.

Dass dieser Traum in Form eines Work & Travels nun so schnell Wirklichkeit wird, das hätten wir aber nicht gedacht.

Als wir zufällig auf einer Reisemesse ein Stellenangebot für Vancouver entdeckten, ging alles ganz schnell. Wir dachten uns, dass das doch eine super Gelegenheit wäre unseren Traum wahr werden zu lassen und so packten wir die Gelegenheit beim Schopf und bewarben uns und bekamen tatsächlich prompt eine Zusage.

Nun warteten eine Menge Aufgaben auf uns, bevor das Abenteuer Work & Travel Kanada starten kann.

1. Das Working Holiday Visum

Das Work & Travel Visum für Kanada unterscheidet sich bei der Beantragung von dem Work and Travel Visum für Neuseeland und Australien.

Man muss sich vorab in einen Bewerber Pool eintragen, der etwa Ende des Jahres öffnet. In unserem Fall hat dieser Mitte Dezember geöffnet.

Die Eintragung ist relativ simpel. Du benötigst einen Reisepass und du musst einen kurzen Fragebogen ausfüllen und bist dann im Bewerber Pool für das Working Holiday Visum Kanada registriert.

Nun folgt die schwerste Aufgabe: Warten. Das Working Holiday Visum Kanada wird über ein Losverfahren vergeben. Die ersten Ziehungen starten in der Regel Ende Dezember/Anfang Januar. Das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich und wird nur ein paar Tage vorab online bekannt gegeben.

Es gibt auch super Facebook Gruppen, die dir bei dem Visum helfen und auch das Datum der Poolöffnung bekannt geben.

Die erste Ziehung war in unserem Bewerbungsverfahren am 6. Januar und Raphael wurde schon bei der allerersten Ziehung ausgelost.

Ich wurde dann genau eine Woche später aus dem Bewerberpool gezogen. Man wird darüber über eine E-Mail benachrichtigt.

Anfangs hatten wir große Bedenken, ob wir denn auch beide das Visum bekommen würden, da es ja jedes Jahr nur eine begrenzte Anzahl an Visabewilligungen gibt.

Im Nachhinein waren diese Bedenken jedoch unbegründet. Wir beide wurden innerhalb einer Woche aus dem Bewerberpool gezogen.

Generell habe ich auch gelesen, dass die Chance eine Visumseinladung zu bekommen relativ hoch ist, wenn man sich direkt zu Beginn in den Pool einschreibt. Das Losverfahren ist jedoch zufällig und man kann nicht genau sagen, wann und wie oft diese stattfinden und wie viele Bewerber gezogen werden.

 

Wurdest du gezogen, bekommst du eine Benachrichtigung und hast 10 Tage Zeit die Einladung anzunehmen. Daraufhin musst du Formulare ausfüllen und alle nötigen Dokumente hochladen. Für die Abgabe aller deiner Dokumente hast du 20 Tage Zeit, nachdem du deine Einladung angenommen hast. Sinnvoll ist es deshalb schon vorab alles zu beantragen.

Dokumente, die wir einreichen mussten:

  • Kopie des Reisepasses

  • Kopie eines Passfotos

  • Deutsches Führungszeugnis

  • Führungszeugnis aus Neuseeland ( da wir dort länger als 6 Monate waren)

  • Führungszeugnis aus Australien ( da wir dort länger als 6 Monate waren)

  • Einen lückenlosen Lebenslauf (auch Arbeitslosigkeiten sollten eingetragen werden)

Raphael wurde von der kanadischen Botschaft im Nachgang noch gebeten, alle Reisen, die er in den letzten fünf Jahren mit seinem Reisepass getätigt hat genau aufzulisten.

Hast du alle Dokumente erfolgreich hochgeladen bekommst du einen Biometric Instruction Letter, mit dem du bei einem VAC (Visa Application Center) deiner Wahl (in Deutschland gibt es zur Zeit nur eins in Düsseldorf und Berlin) einen Termin machst um deine biometrischen Fingerabdrücke abzugeben.  Dafür hast du nochmal 30 Tage Zeit, nachdem du alle Dokumente hochgeladen hast.

Das Visum kostet 338 CAD (inkl. die Gebühr für die biometrischen Fingerabdrücke). Das sind umgerechnet ca. 233 € (Stand 02/20).

Nachdem wir alles vollständig hochgeladen hatten kam auch prompt die Bestätigung. Etwa 24 Stunden später kam bereits die Bewilligung unseres Visums.

2.  Der Flug

Nachdem unser Visum bestätigt wurde stand der nächste Punkt an: der Flug.

Uns war es wichtig, dass die Dauer des Flugs nicht allzu lang ist und wir so wenig wie möglich umsteigen müssen. Dennoch war unser Budget nicht besonders hoch, weswegen wir natürlich auch so günstig wie möglich fliegen wollen.

 

Unser Flug:

Hamburg – Vancouver

Dauer: 12:50 Std

inkl. 23 Kg Gepäck

335 € pro Person

3.  Auslandskrankenversicherung

Wir liesen uns auch zwecks Auslandskrankenversicherung beraten.

Auf gar keinen Fall würde ich so eine Reise ohne eine Auslandskrankenversicherung antreten. Fürs Work & Travel Kanada ist es sogar Pflicht eine Krankenversicherung für deinen gesamten geplanten Aufenthalt vorzuweisen. Selbst wenn du dein Work & Travel Visum für 12 Monate Aufenthalt in Kanada bewilligt bekommst und nur acht Monate Auslandskrankenversicherung abschließt, wirst du bei Einreise eine verkürzte Aufenthaltsgenehmigung für nur acht Monate erhalten, die du im Nachgang nicht mehr verlängern kannst.

Wir haben die Auslandskrankenversicherung von STA Travel abgeschlossen, die dafür mit Allianz Travel zusammenarbeiten.

 

Hier sind alle für uns wichtigen Aspekte mit abgedeckt, wie:

  • Stationäre Krankenhausaufenthalte

  • Unfälle & Rücktransport

  • Zahnärztliche Behandlungen bis 500 €

  • Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen bis zum 4. Monat

  • Heimatbesuch bis zu 6 Wochen ist mit versichert

  • Kann bis zu einer Dauer von 5 Jahren abgeschloßen werden

 

Unser Tarif:

1.-12. Monat                       57 €/monatlich

Ab dem 13. Monat             63€/monatlich

Diese Versicherung haben wir für drei Jahre im Voraus abgeschlossen. Das Gute ist, sollten wir früher nach Hause fliegen, kriegen wir den Rest zurück erstattet. Unsere Auslandskrankenversicherung ist zudem auf bis zu maximal fünf Jahren verlängerbar. Das war ein wichtiger Aspekt für uns, da wir noch nicht ganz genau wissen, wie lange wir letzendlich weg sein werden.

 

Erfahre hier mehr.

Autokauf / Camperkauf

Nachdem wir im Land angekommen waren (und unsere Quarantäne im Juli 2020 beendet war, war es für uns sehr wichtig ein Auto zu kaufen. Wir wollten unabhängig und flexivel sein, besonders weil in Calgary (wo wir unser Kanada Abenteuer begannen) die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein Graus ist.

Autos und Camper sind hier verhältnismäßig günstig, vorallem weil der Wechselkurs zum Euro sehr gut ist. Einen kleinen Camper zu finden ist jedoch gar nicht so einfach, da hier in Kanada wie in der USA gilt: bigger is better.

Wer uns länger verfolgt weiß, dass wir in Europa einen T5 hatten. Anfänglich haben wir überlegt ihn zu verschiffen, haben uns aber dagegegen entschieden, denn:

Die Verschiffung ist nicht besonders günstig. Über 1000€ muss man da schon einplanen. 

Sollten Pannen auftretten, ist es nicht so leicht Ersatzteile zu bekommen, wie für ein Auto, das hier in Kanada gängig ist.

 

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