Arbeiten in Neuseeland :

So findest du ganz einfach einen Job 

Das ist meistens die größte Sorge, wenn man sich für ein Work and Travel entscheidet. Man startet mit nicht allzu viel Budget und fragt sich: "Wie finde ich einen Job?"

Zu unserem Start waren wir auch besorgt- wie lange wird es wohl dauern bis wir was finden? Schließlich haben wir nicht so viel Geld und kein Job zu finden hätte das Ende unserer Reise bedeutet.

Doch letztendlich waren diese Bedenken absolut unbegründet. Wir haben zwei Mal ohne große Anstrengung Arbeit in Neuseeland gefunden, bei dem wir sogar gemeinsam arbeiten konnten.

Wie auch ihr das schaffen könnt?

So findest du ganz einfach Arbeit in Neuseeland

1. NICHT ONLINE BEWERBEN !

Klar, es werden immer super viele neuseeländische Websites empfohlen, auf der Arbeitsstellen für Backpacker ausgeschrieben werden. Es klingt auch vermeintlich einfach: den bereits erstellten Lebenslauf in eine E-Mail ziehen und fertig! Aber das ist maximale Zeitverschwendung! Genauso suchen nämlich ALLE Arbeit in Neuseeland. Sprich auf eine Stelle gehen ca. 100 Bewerbungen ein.

Die Chance auf diesen Job ist somit sehr gering und frustriert nur.

 

2. Farmarbeit – das lohnt sich nicht

Viele denken an Farmarbeit, wenn sie nach Neuseeland reisen und es darum geht unterwegs Geld zu verdienen.

Aber warum? Es ist sehr harte Arbeit und größten Teils schlecht bezahlt. Oft ist es so, dass man tagelang nicht arbeiten kann und festsitzt, weil das Wetter keine Ernte zulässt.

Wir wollten in Neuseeland (Nordinsel Opitki) auch Farnarbeit machen. Kiwis pflücken- klar, was sonst?

Ich kann davon nur abraten. Tagelang saßen wir in Opitiki und haben darauf gewartet, dass die Ernte endlich startet. Das Wetter darf nicht zu nass sein, nicht zu heiß, da die Früchte dann nicht bereit sind geerntet zu werden. Am Ende hat es uns einfach zu lange gedauert und wir haben uns entschlossen irgendwie anders Arbeit zu finden.

Es ist wirklich harte Arbeit, die meistens nicht per Stunde sondern per Körbe bezahlt wird- und diese sind riesig ! Also du musst schon ordentlich was pflücken um auf eine Summe zu kommen, für die es sich lohnt. Natürlich wird es Farmen geben, bei denen es nicht so zu läuft- aber generell würde ich davon abraten.

 

3. Arbeitsvermittlung Agenturen

Besonders in Neuseeland empfand ich es nicht als allzu schwer einen Job zu finden. In allen etwas größeren Städten: Tauranga, Christchurch, Hamilton, Wellington, Auckland etc.

gibt es unzählige Vermittlungsagenturen die verschiedene Jobs bieten: Baugewerbe, Malerarbeiten, Umzugshelfer und und und.

Wir z.B. waren Hausmeister auf einer Müllhalde. Und JA wir haben Müll gesammelt. JA, wirklich Müll, aber generell haben wir einfach alles Mögliche gemacht- Container gestrichen, Hallen gefegt oder für die Kollegen gegrillt ! Einfach für Hof und Leute gesorgt sozusagen.

 

Und JA, es war sogar richtig gut ! Wir wurden extrem gut bezahlt und konnten im Auto auf einem kostenfreien Platz wohnen. Somit haben wir super viel gespart. Und hatten eine tolle Zeit mit den neuseeländischen Arbeitskollegen.

 

Also Tipp: CV's fertig machen und einfach alle Arbeitsvermittlungen abklappern, die meisten können einem sogar schon sagen, ob sie etwas haben oder nicht. Wenn du sogar handwerklich begabt bist- UMSO BESSER !

Hier solltest du wissen, dass du bei vielen Agenturen einen Drogentest bestehen musst.

Work Agencies New Zealand: 

- Onestaff

- Tradestaff

- Tech5

....

 

 

4. CV's verteilen !

Neuseeland hat- ja, das ist keine Überraschung nicht so viele Einwohner und dementsprechend auch nicht so viele Arbeitskräfte.

Den zweiten Job (auch wieder gemeinsam) bekamen wir auch wieder recht schnell. Wir haben wieder einmal einen Stapel CV's (Lebensläufe) ausgedruckt und los ging’s: Verteilen.

Angefangen bei Autovermietungen: Das schöne ist sie versammeln sich immer alle an einem Fleck. Innerhalb eines halben Tages waren wir damit durch: „Hallo wir beide sind hier auf dem Working Holiday Visa und suchen zur Zeit einen Job und wollten unseren CV da lassen, falls bei euch Bedarf ist.“

Und wer glaubt’s ? Am gleichen Tag noch hatten wir beide einen JOB!

Es gibt viele Bereiche in denen man CV's verteilen kann:

Restaurants, Shops, Autovermietung etc.…

Also wer wirklich Arbeit in Neuseeland sucht, der findet auch welche !

 

Hier kannst du einen Muster Lebenslauf

herunterladen

5. Ein bisschen flunkern ist erlaubt

An alle ehrlichen Menschen: Einmal wegschauen. Denn ich finde, ein bisschen flunkern ist erlaubt !

Natürlich hast du schon gekellnert, oder bist super handwerklich begabt, natürlich willst du lange bleiben um erst mal Geld zu verdienen ! Ich meine im Nachhinein war in Deutschland das System ganz anders, wenn es am Anfang etwas holprig startet in deinem neuen Kellnerjob, bei dem du behauptet hast du hättest es schon gemacht. Oder es ist halt was dazwischen gekommen, wenn du dann doch nach 6 Wochen wieder kündigst, weil du genug gespart hast. Denn die Arbeitgeber haben es satt Backpacker einzustellen, die nach 4-8 Wochen wieder das Weite suchen. Wenn du also mit ein wenig vermeintlicher „Erfahrung“ glänzt und dann noch länger bleiben möchtest, erhöhst du deine Chance auf den Job.

6. Woofing

Solltest du nicht in einem Camper wohnen hast du während der Jobsuche natürlich Zeitdruck, da du laufendem Kosten der Unterkunft hast. Hier bietet es sich immer an auch die Hostels abzuklappern und zu fragen ob sie Reinigungskräfte oder ähnliches suchen. Meistens gibt es hier keine oder nur sehr wenig Bezahlung aber ein kostenloses Bett und Verpflegung.

7. Vitamin B

Natürlich habt man nicht so ein gutes Netz wie Zuhause, aber man kommt mit vielen Backpackern ins Gespräch, viele davon arbeiten oder haben bereits gearbeitet. Es ist immer eine gute Idee  nachzufragen, ob deren Arbeitgeber noch jemanden sucht oder ob sie die Nummer vom Ex-Chef haben. Oftmals kommt hier eine gute Job Gelegenheit bei rum. 

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