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Autokauf

Tipps für den Autokauf in Neuseeland
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Wir und auch viele andere entscheiden sich in Kanada für einen Autokauf. Hier gibt es jedoch viel zu beachten, damit deine Reise nicht in einem Disaster endet. 
Hier habe ich ein paar Tipps zusammen getragen um dir diese Entscheidung zu erleichtern. 

Autokauf Neuseeland
Autokauf Neuseeland
Autokauf Neuseeland

Autokauf in Kanada  : Das solltest du beachten

 

1. Tüv

In Kanada gibt es keinen klassischen Tüv. Das ist auch der Grund dafür, dass die Autos dort in teilweise schlechten Zuständen sind. Wir empfehlen definitiv eine Inspektion vor dem Kauf mit dem Fahrzeug zu machen. Wir haben dafür etwa 70 CND bezahlt. Das hat uns schon ein Mal vor dem Kauf einer Schrottmühle abgehalten. Das Auto, das wir anschliessend gekauft haben, kam ohne weitere Mängel durch die Prüfung und hat auch das ganze Jahr über keine grossen Reparaturen gebraucht. Es kann sich also sehr lohnen.

 

Out of Province Check

2. Ummeldung

Hast du dich erstmal für deinen motorisierten Reisebegleiter entschieden, musst du ihn noch ummelden. Das ist in Kanada relativ unkompliziert. Du brauchst in der Regel keinen Termin und kannst mit deinen Unterlagen zu einer Ummeldestelle.

- Eine Bestätigung der Versicherung

Eine Adresse in Kanada, das kann auch die vom AirBnB oder Hotel sein. Es kommen             in  der Regel keine Briefe oder Strafzettel an diese Adresse. 

- Eine kanadische Handynummer

- Internationaler + nationaler Führerschein

- Kreditkarte zum Bezahlen

 

3. Versicherung

In Kanada ist eine Autoversicherung Pflicht und man kann ohne eine Versicherungsbestätigung kein Auto anmelden.

Zudem kommt, dass die meisten Autoversicherungen keine Ausländer annehmen, die nur mit einem vorübergehenden Visum im Land sind. 

 

Am besten ist es, sich vorher im Internet zu informieren, welche Versicherung auch Work & Traveler annimmt oder die Versicherung über einen Versicherungsbroker z.b. via Brokerlink zu erledigen. 

Dazu kommt auch, dass Autoversicherungen recht kostspielig sind, da man als Ausländer als "frischer Fahrer" ein kategorisiert wird, egal wie alt man ist oder wie viele Jahre man seinen Führerschein bereits hat. Die Summe der Versicherung richtet sich zusätzlich auch an der PS Zahl des Autos, also je mehr PS desto teurer. Das war der Grund dafür, warum unsere Versicherung extrem teuer war. Wir haben um die 300 CAD pro Monat gezahlt. 

Freunde, die einen kleinen Jeep hatten haben um die 220 CAD bezahlt.

Es kann gut sein, dass für Fahrzeige die als Camper eingetragen sind, weniger gezahlt werden muss, aber so oder so ist es eine hohe monatliche Ausgabe, die nicht zu unterschätzen ist. 

4.  Autowahl

Es gibt so viele unterschiedliche Fahrzeuge, die es einem ermöglichen zu reisen. Am liebsten wird ein Van für die Kanadareise gewählt. Das ist auch der Grund dafür, warum Vans egal in welchem Zustand zumeist sehr überteuert sind. Camper sind ebenfalls sehr beliebt unter Kanadareisenden. Oft sind diese sehr alt und in schlechten Zuständen und dennoch sehr teuer. 

Das ist der Grund dafür, warum wir uns für einen Pick-Up mit Campingaufsatz entschieden haben. Pick-Ups gibt es dort wie Sand am Meer. Man kriegt Fahrzeuge in besseren Zuständen mit besserer Ausstattung, für deutlich weniger Geld.

Unser Gefährt:

Dodge Ram 1500 

246.000 km

BJ 2011

Kaufpreis: 7500 Cad

In Kanada werden überwiegend Fahrzeuge mit grösseren Motoren gehandelt, weswegen auch eine höhere Laufleistung nicht so problematisch ist. Je grösser der Motor, desto langlebiger der Motor. 

Unser Campingaufsatz:

Wir haben eine kleine Campingbox gefunden, die etwa aus in den 90ern hergestellt wurde. Sie war jedoch noch in einem super gepflegtem Zustand. Unsere Kabine war eine Light Cabin und wog leer etwa 400 kg. Eine schwerere Kabine hätten wir mit unserem Truck nicht laden dürfen.

Für schwere Kabinen braucht man einen grösseren Truck, einen Dodge Ram 2500 oder Ford F250. Diese sind jedoch auch teurer in der Anschaffung. Unsere Kabine war nur mit dem nötigsten ausgestattet und hatte kein integriertes Bad. 
 

Einen Campingaufsatz zu finden ist tatsächlich nicht so einfach. es gibt super viel zu beachten und nicht jede Box passt auf jeden Truck. Wir hatten wirklich Glück, schnell was passendes gefunden zu haben. Generell empfehle ich sowas nur als feste Kombination zu kaufen, weil sonst einfach viele Probleme entstehen können.

Auch eine Möglicheit: Pick-Up Truck mit Canopy zum Camper ausbauen 

Der Aufsatz hat 1800 Cad gekostet - ein Schnäppchen. Normalerweise kosten Kabinen weit aus mehr. Zudem braucht man Tie Downs um die Kabine am Truck zu befestigen, diese haben uns nochmal um die 500 Cad gekostet. 

Autos, Camper und alles was dazugehört sucht man in Kanada am besten auf kjiji.ca das kanadische Äquivalent zu dem deutschen ebay Kleinanzeigen. 

In Kanada wird tatsächlich sehr viel auch über Facebook Marketplace angeboten und verkauft. Hier haben wir unseren Truck gefunden. 

Die richtige Auswahl des Autos ist besonders wichtig, denn du willst nicht nur ein Auto, du willst einen zuverlässigen Travelbuddy- ein Zuhause auf der anderen Seite der Welt. Weit weg von Zuhause. Als Low-Budget Traveller ist es natürlich trotzdem besonders wichtig, dass das Auto einwandfrei und problemlos läuft, um nicht ständig in der Werkstatt zu stehen. Ein gutes Auto für wenig Geld zu finden ist nicht unbedingt einfach und bedarf deswegen einer genauen Inspektion und Überlegung, bevor du letztendlich zuschlägst.

 

Beim Kauf und beim Unterhalt eines Autos gibt es genauso wie in Deutschland einige Dinge zu beachten. Wiederum finde ich, dass es weit aus weniger kompliziert ist als hier in Deutschland.

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Kaufen oder mieten

Camper mieten oder kaufen?

Die schönste Art Kanada zu bereisen ist einfach mit einem Auto. Camping hat da ein unglaubliches Feeling und an viele Orte kommt man einfach nur, wenn man eigenständig und mobil ist.
Man hat zudem die Flexibilität dort anzuhalten, wo man möchte- wann man möchte. 
Die Frage, die sich dann meistens stellst: 
Kaufen oder mieten?
 

Generell lohnt sich finanziell eher ein Kauf. Du investierst einmalig ein paar Tausende Dollar, reist umher und bekommst durch den Verkauf, wenn alles super läuft dein investiertes Geld wieder zurück. Das ist natürlich das Optimum. 

Oft läuft es aber eher anders... viel Geld muss in Reparaturen investiert werden, da Autos, die für kleines Geld den Besitzer wechseln meist schon alt sind und schon so einiges durchgemacht haben. Oft sind sie schon seit mehreren Jahren in Backpackerhänden und dementsprechend nicht werkstattgepflegt

Selten bekommt man beim Verkauf das zurück, was man investiert hat. 

(wie du es trotzdem schaffst sogar ein Plusgeschäft draus zu machen erfährst du in diesem Beitrag)

Man muss jedoch auch sagen, dass man zeitlich flexibel sein sollte und darauf vorbereitet sein muss, dass das Auto nicht immer so läuft, wie man es gerne hätte und auch mal extra Geld investiert werden muss oder die Pläne durchkreuzt werden. Vor allem solltest du dir die Zeit nehmen ihn zu pflegen (zumindest den Motor). Bei alten Autos, die viel in Gebrauch sind ist es absolut wichtig regelmäßig Wasser und Öl zu checken. Das stand bei uns in etwa 2x die Woche auf der To-Do Liste. Und nicht selten mussten wir auch mal Öl und Wasser auffüllen. So beugst du natürlich teure Reparaturen vor. 

Braucht dein Auto dennoch mal eine Reparatur, kann es schon mal vorkommen, dass deine Reisepläne tagelang still stehen.

Deswegen würde ich es vorziehen, ein Auto zu mieten, wenn die Aufenthaltsdauer begrenzt ist. Denn ist die Zeit zu kurz, besteht die Gefahr am Ende auf dem Auto sitzen zu bleiben. Ich empfehle nämlich mindestens zwei Wochen für den Verkauf einzuplanen. Natürlich ist ein Mietwagen nicht besonders billig, besonders wenn man gerne einen Camper hätte. Man muss aber nicht seine kostbare Zeit aufwenden, um sich um die Versicherung und die Ummeldung zu kümmern und läuft natürlich nicht Risiko, das Auto am Ende nicht zu verkaufen.

Und im Falle einer Reparatur, ist man in der Regel durch die Vermietung abgesichert und es ruininiert nicht deine Reise. 

Bist du für länger als drei Monate in Kanada lohnt sich ein Kauf, wenn du bereit bist ein wenig Aufwand und Risiko auf dich zu nehmen. Mit einem Kauf kannst du, wenn alles glatt läuft eine Menge Geld sparen auf deiner Reise durch Kanada

 

Die beste Zeit für einen Autokauf

Beste Zeit für den Autokauf

Wir haben unseren Truck für 7.500 CAD ergatttert. Es geht natürlich auch günstiger, jedoch hatten wir ein zuverlässiges und starkes Gefährt, mit dem wir über die gesamte Zeit nicht in die Werkstatt mussten.

Das Thema mag erstmal verwundern- warum sollte ein Autokauf von einer bestimmten Zeit abhängen?

Aber doch, es gibt bestimmte Monate, in denen es schwieriger ist ein Auto zu finden, als in anderen.

 

 

Schwierige Zeit: Mitte Mai      bis Mitte September

Es ist die Zeit, in der die meisten Work and Traveller ankommen. Schließlich kommen sehr viele nach dem Abitur oder nach dem Studium- perfekt für die Sommermonate in Kanada. 

Das heißt es sind viele Backpacker zur gleichen Zeit am gleichen Ort (Vancouver, Toronto, Montreal etc. ) und haben die selben Ziele: Job & AUTO!

 

Was es besonders schwer macht: der Work and Travel Zyklus der meisten liegt so bei 6 Monaten. Nicht alle bleiben ein ganzes Jahr. Das heißt, die meisten kommen im Frühling und gehen im Herbst.

Dementsprechend werden im Frühling nicht so viele Camper verkauft, wie gekauft werden. Viele Inserate waren meistens schon verkauft oder es gab ca. 10 Interessenten. Demnach war es extrem schwierig ein gutes Auto zu bekommen bzw. auch zu verhandeln, weil es genug Interessenten gab und den Verkäufern sogar mehr als der eigentliche Preis von Interessenten geboten wurde.

Beste Zeit: Herbst 

Wie aus meinem voran gegangen Text zu schließen, reisen die meisten in diesem Zeitraum wieder ab und verkaufen dementsprechend ihr Auto. Jedoch gibt es weniger Interessenten, da die meisten eben im Frühling/Sommer ankommen und bereits ein Auto haben. Nur sehr sehr wenige starten ihr Work & Travel im Herbst. Dementsprechend bekommen viele ihre Autos nicht verkauft und drücken extrem den Preis. Hier kann man dann richtige Schnäppchen machen.

Tipps für den Autoverkauf:

  • Achte darauf genug Zeit für deinen Verkauf einzuplanen, da der Automarkt extrem überfüllt ist und es nur wenig Interessenten gibt. Je mehr du in Zeitdruck gerätst, desto mehr musst du natürlich den Preis drücken und bleibst am Ende vielleicht sogar auf dem Auto sitzen.

 

  • Hast du Arbeitskollegen oder Freunde, bei denen du dein Auto unterstellen kannst bis Frühling oder Sommer oder der für dich vielleicht den Verkauf übernehmen kann? Das machen wirklich viele, die es nicht schaffen ihr Auto zu verkaufen.

 

  • Auch wenn es lapidar klingt, ist es besonders wichtig: räume auf und putz nochmal ein bisschen durch, bevor das Auto angesehen wird. Mufft es vielleicht noch ein bisschen, weil du erst vor 20 Minuten aufgestanden bist? Ein bisschen Lufterfrischer und ein sauberer Eindruck sind wichtig. Denn es nützt nichts schöne Fotos zu posten, wenn das Auto bei der Besichtigung einen ungepflegten schludrigen Eindruck macht, denn das war auch bei unseren Besichtigungen ausschlaggebend. Klar, kann man das Auto nach dem Kauf so putzen, wie man ihn gerne hätte, aber es sagt auch aus, wie man mit dem Auto umgegangen ist.

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